Beim Hausbau spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. Diese werden von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich gewichtet. Dennoch lässt sich in den letzten Jahren eine Tendenz ausmachen.
Individualität wird zu einem immer wichtigeren Faktor. Dabei spielen vor allem Gedanken bezüglich des Wohnklimas eine Rolle. Ein Haus soll nicht nur schön aussehen, es soll vielmehr auch ein „schönes“ Wohnen ermöglichen. Chemisch behandelte Rohstoffe und prinzipiell alles, was umweltschädigend daherkommt und damit auch eine persönliche Beeinträchtigung innerhalb der eigenen Wänden darstellt, wird zunehmend mit skeptischen Augen betrachtet. Natürlichkeit, gesundes Raumklima und eine Atmosphäre des Wohlbehagens sind Faktoren, die verstärkt als „wichtig“ eingestuft werden.
Der zweite Trend ist die Kostenkontrolle. Diese steht keineswegs im Widerspruch mit dem erstgenannten Kriterium. „Billig“ und „einheitlich“ ist out, „Kostenkontrolle“ und „Individualität“ in. Ein nach persönlichen Standpunkten geplantes und gebautes Haus mag in der Herstellung teurer sein. Dies wird jedoch einkalkuliert. Die Energiewerte und Unterhaltungskosten machen den Nachteil innerhalb weniger Jahre wieder wett. Dazu bedarf es einer transparenten Kalkulation und einer Preisgarantie. Genau diese Werte werden zunehmend gefordert.
Der Bauherr verlangt Individualität, natürliches, nachhaltiges und umweltgerechtes Wohnen und gleichzeitig eine Kostenersparnis gegenüber dem herkömmlichen Haus. Was auf den ersten Blick als unvereinbar angesehen werden könnte, entpuppt sich als eine neue Sichtweise, die nicht unerfüllbar bleibt.